Wie werden Zahnfehlstellungen behandelt?
Von Ihren Zähnen wird ein digitaler Scan in unserer Praxis gemacht. Eine Software errechnet dann mithilfe unseres Kieferorthopäden die gewünschte Situation in der Zukunft. Daraufhin erstellt ein 3D-Drucker in unserem hauseigenen kieferorthopädischen Zahntechniklabor verschiedene Modelle, mit deren Hilfe wir die einzelnen Zahnschienen herstellen.
In komplexen Fällen arbeiten wir mit der Firma ClearCorrect der Straumann Group zusammen, um ein ideales Ergebnis zu erzielen. Sie erhalten eine Serie von Zahnschienen (etwa alle 2–3 Wochen), bis die gewünschte Zahnstellung erreicht ist.
Vorteile der Aligner-Behandlung
Nahezu unsichtbar
Keine Einschränkung der Ernährungsgewohnheiten
Leichte Pflege
Schmerzfrei
Schnell und einfach
Begleitung von Zahnarzt und externer Kieferorthopäde
Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD): Wenn Kiefer schmerzen und knacken
Was ist CMD?
Die Craniomandibuläre Dysfunktion ist eine Funktionsstörung der Muskel- oder Gelenkfunktion der Kiefergelenke. Treffen die Ober- und Unterkiefer nicht in der idealen Position aufeinander, verschiebt sich der Unterkiefer. Dadurch entsteht Druck auf die umliegenden Muskeln, die Zähne, die Gelenke und den Knochen. Dies wiederum führt zu schmerzhaften Störungen.
CMD – mehr als nur Kieferschmerzen
Die Fehlfunktion von Ober- und Unterkiefer kann sich über die Muskeln des Kausystems auf den gesamten Körper auswirken. Aufgrund der Verbindung von Funktionsketten mit der Wirbelsäulenmuskulatur betreffen die CMD-Symptome häufig nicht nur den Kopfbereich, sondern den gesamten Halteapparat. Typische Folgen reichen von Kopfschmerzen bis hin zum Beckenschiefstand. Oft wird die eigentliche Ursache nicht entdeckt, da die Symptome so breit gefächert sind. Behandelt man jedoch nur die Symptome, statt eine erfolgversprechende zahnärztliche Diagnostik und Behandlung zu beginnen, können die Beschwerden chronisch werden.
Was sind typische Symptome der CMD?
Chronische Kopfschmerzen sind häufig auf eine Fehlfunktion des Kiefers zurückzuführen. Auch 30% der Tinnitusfälle werden durch ein komprimiertes Kiefergelenk verursacht. Sogar ein Beckenschiefstand ist möglicherweise auf einen schiefen Biss zurückzuführen. Leiden Sie an mehreren der folgenden Symptome, könnte eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) vorliegen. In diesem Fall sollten Sie einen ausgewiesenen CMD-Spezialisten aufsuchen. In unserer Praxis verfügen wir über das Fachwissen zur Diagnose und Behandlung von CMD.
das Gefühl, dass Ihr Biss nicht stimmt
Zahnlockerungen
Zahnwanderungen
Zahnschmerzen
Zähne werden kürzer, haben Risse oder es platzen Ecken ab
Schmerzen beim Kauen
empfindliche Zähne
Zahnfleischrückgang
Verspannungen morgens beim Aufwachen
Rückenschmerzen
Schulter- und Nackenschmerzen
Schwindelgefühle
Ohrenschmerzen und Ohrgeräusche (Tinnitus)
eingeschränkte Mundöffnung
Kiefergelenksschmerzen oder Geräusche (Reiben, Knacken)
Schluckbeschwerden
Migräne
Gesichtsschmerzen
Augenflimmern, unscharfes Sehen, Schmerzen hinter den Augen
Schlafstörungen und Tagesmüdigkeit
Vorbereitung von Diagnose und Therapie bei CMD
Unsere CMD-Spezialisten führen eine einfache, schmerzfreie manuelle Untersuchung durch. Dabei prüfen sie, ob Ihre Beschwerden durch eine Störung im CM-System verursacht werden. Anschließend werden eine schmerzfreie Funktionsdiagnostik und eine Kiefergelenksmessung durchgeführt. Auf diese Weise stellen wir den genauen Zustand Ihres Kausystems fest.
Die Behandlung führt anschließend ein erfahrener Zahnarzt mittels computergestützter Systeme durch. Dabei ermittelt unser Spezialist mithilfe eines Kausimulators (Artikulators) die Kaubewegungen und erstellt eine dreidimensionale Darstellung Ihres Bisses. Anhand dieser Simulation lassen sich Störungen der Kiefergelenke analysieren und ein individueller Behandlungsplan erstellen.
Der Beginn vom Ende Ihrer CMD-Beschwerden
Als Ergebnis der Funktionsdiagnostik können passende Aufbissbehelfe (sogenannte Schienen) hergestellt werden. Diese dienen dazu, die richtige Kieferrelation wieder herzustellen und zu testen.
Unsere Zahnarztpraxis arbeitet dabei nur mit Spezialisten aus den Bereichen der Physiotherapie, Osteopathie und Orthopädie zusammen. Diese Experten unterstützen uns dabei, parallel die Muskelprobleme zu therapieren. Unter Umständen empfehlen wir weitere therapiebegleitende Maßnahmen wie psychotherapeutische Behandlung, Pflanzenheilkunde, medikamentöse oder physikalische Therapie.
Wie geht es nach der Schiene weiter?
Das Tragen der Schiene in Kombination mit Physiotherapie führt häufig schon zu so guten Ergebnissen, dass keine weiteren Maßnahmen nötig sind. Bei komplexeren Fällen können wir auf unterschiedliche Behandlungsmethoden zurückgreifen. Diese reichen von Korrekturen an der Zahnform über Stellungskorrekturen und Änderung der Bisshöhe durch den Kieferorthopäden bis hin zur prothetischen Neugestaltung des Bisses. Ziel unseres ganzheitlichen Ansatzes ist das optimale Behandlungsergebnis für Sie.